18.03.2018

Nahe dran an den Chören - Chorverbandstag 2018 in Hainchen

Gert Bruch weiter Vorsitzender des Chorverbandes Siegerland

Er sei immer „nahe dran an den Chören“: Liselotte Weiland, Kassierin im Chorverband Siegerland, brachte so ihren Dank an den alten und neuen Vorsitzenden des Chorverbandes Siegerland, Gert Bruch, auf den Punkt, als der am Samstagsnachmittag (10. März 2018) bei der Verbandstagung des Chorverbandes Siegerland (CV) in Hainchen einstimmig wiedergewählt wurde. Wahlleiter Lars Kruse hatte, unter lebhaftem Applaus der Delegierten des Verbandstages, der von Vorstandsseite präzise vorbereitet und reibungslos vom MGV Concordia Hainchen ausgerichtet wurde, dem Vorstand für seinen großen Einsatz gedankt. Gert Bruch seinerseits versprach, sich weiter für den CV einzusetzen, forderte aber auch mit Nachdruck dazu auf, dass die Mitglieds-Chöre und-Sänger auch mitmachen und Anteil nehmen müssten: „Dann kann was draus
werden!“
Auch die anderen Wahlen gingen glatt und ohne Gegenkandidaten über die Bühne: Kreischorleiter Gerhard Schneider wurde einstimmig bestätigt, Manuela Deckert (Vorsitzende Eintracht Helberhausen) wurde stellv. Geschäftsführerin (eine Enthaltung), Stefanie Kölsch neue Kassenprüferin (einstimmig).
Gesprächsbedarf hatten die Delegierten eigentlich nur in einem Punkt (die Jahresberichte und die einstimmige Entlastung des Vorstandes nach „beanstandungsfreier Kassenführung“ wurden ohne Diskussion abgehandelt): Es ging um die Erhöhung der Beiträge zum Deutschen Chorverband, die auf 2,60 Euro pro Sänger und Jahr (vorher: 1,89 Euro) und auf 40 Euro pro Verein und Jahr (vorher: 27 Euro) erhöht werden sollen, um die Lücken im Dachverband Deutscher Chorverband zu schließen. Der CV sagte zu, diese Erhöhung für dieses und kommendes Jahr zu übernehmen. Da die Gründe für den erhöhten Finanzbedarf beim Deutschen Chorverband nicht transparent sind, gab die Versammlung nach einiger Diskussion Gert Bruch den Auftrag mit, bei der nächsten Beiratssitzung des Dachverbandes auf eine Erklärung zu drängen.
Das Jahr 2017 schloss der CV mit einem Plus von gut 13 500 Euro ab. Dazu hat auch die Tatsache beigetragen, dass der CV die Zuschüsse für die angeschlossenen Jugendvereine in Höhe von rund 7000 Euro (für Chorleiter, etc.) im vergangenen Jahr nicht überwiesen hat: „Die Sängerjugend hatte nämlich mehr Geld in der Kasse als wir“, erläutert Bruch.
Der CV erhält von den Chören pro singendem Mitglied 14,88 Euro, von denen der CV 7,25 Euro an den Chorverband NRW (CV NRW) für dessen Arbeit weiterleitet, 1,89 Euro pro Sänger an den Deutschen Chorverband (jetzt erhöht auf 2,60 Euro) plus einen Grundbetrag von bisher 27 Euro (jetzt: 40 Euro) pro Verein und Jahr. Dem CV bleiben dann noch rund 5,75 Euro. Davon mussten Weiterbildungen und Seminare (mit)finanziert werden, was immer, so Gert Bruch, ein Zuschussgeschäft ist. Der CV NRW zahlt auch nur Zuschüsse in Höhe eines Drittels der Gesamtsumme, wenn der Antrag auf Unterstützung bis Ende September des Vorjahres gestellt worden ist. Spontan angebotene Veranstaltungen sind somit von der Förderung ausgeschlossen.

Umrahmt wurde die Versammlung von Vorträgen des MGV Frohsinn Werthenbach (Leitung: Dominik Schönauer), der vor allem mit „Signore delle cime“ im Anschluss an das Totengedenken einen passenden und berührenden Akzent zu setzen wusste. Auch die Grußworte von Karl-Ludwig Bade, dem stellv. Landrat, und Paul Wagener, Netpher Bürgermeister, unterstrichen die Bedeutung des Chorgesangs als einer Möglichkeit, sich selbst etwas „Gutes zu tun“ und gleichzeitig an der Gemeinschaft mitzuarbeiten, sie zu erfreuen und sie in den Vereinen lebendig werden zu lassen.

Bericht und Fotos mit freundlicher Genehmigung der Siegener Zeitung und
Frau Dr. Gunhild Müller-Zimmermann